3.1 Auswirkung des Zinses

Durch den Zinsmechanismus wird die Welt in immer weniger Kapitalisten und immer mehr Zinssklaven aufgespalten. Wer viel Kapital besitzt, kann dies verzinst anlegen und das um den Zinssatz gewachsene Vermögen erneut anlegen usw. usf. Die Übrigen müssen die Zinslast erarbeiten. Dadurch kommt eine Minderheit ohne eigene Arbeitsleistung in den Genuss steigender leistungsloser Einkünfte. Mit zunehmender Zeit gewinnt das Kapital und damit der Kapitalist immer mehr Macht im Wirtschafts- und Gesellschaftsleben. Allein Rendite und Geldmacht bestimmen den Markt; dadurch hebelt der Kapitalismus die Marktgesetze aus – folgerichtig muss der Kapitalismus als der Todfeind der Marktwirtschaft bezeichnet werden! Und die Arbeit verliert in dem Maße an Macht und Ansehen, wie leistungslose Zinseinkünfte an Bedeutung gewinnen – letztlich wird die Welt auf den Kopf gestellt. Im Durchschnitt bezahlen wir 30 – 50 Prozent Zinsen oder Kapitalkosten in den Preisen für Güter und Dienstleistungen, die wir zum täglichen Leben brauchen. Und über eine galoppierende Inflation begleichen wir die immensen Staatsschulden, die ebenfalls zinsbelastet sind.

In der Schrift „Neue Ordnung: Grundlagen des nationalen Welt- und Menschenbildes“ werden die Auswirkung von Zins- und Zinseszins wie folgt dargestellt: „Die durch den zinsbedingten Wachstumszwang anormal übersteigerte Produktivität sättigt den Markt schnell, was auf die Unternehmerrendite drückt. Unterschreitet sie eine gewisse Grenze, dann geht das Kapital zuerst in den spekulativen Sektor, was später zu einem Börsenkrach führen muss. Durch die entstandene Unsicherheit auf dem Markt,, zieht sich dann das Kapital ganz aus der Wirtschaft zurück und es kommt zu einer deflationären Abwärtsspirale aus Unternehmenszusammenbrüchen, Massenarbeitslosigkeit, sinkender Kaufkraft, Bankenzusammenbrüchen, Unruhen und Gewalt. Ein Krieg zerstört dabei wieder das geschaffene Realkapital, die Rendite steigt und das System beginnt von neuen.

Alle kapitalistischen Negativ-Zustände im wirtschaftlichen und sozialen Bereich, wie: Arbeitslosigkeit, Unternehmenspleiten, Verschuldungszwang der Staaten und Volkswirtschaften, Umweltzerstörung durch den abnormen Wachstumszwang, Nomadisierung der Schaffenden und damit Auflösung der organisch gewachsenen Völker und ihrer Kultur und Wertewelt, das Entstehen von Asylanten- und Flüchtlingsströmen aus unterentwickelten Weltregionen sind die Auswirkungen des Zins- Zinseszinsmechanismus. Die stetig wachsende Machtfülle des sich leistungslos vermehrenden Geldkapitals ist die wahre Ursache für alle wirtschaftlichen und sozialen Notstände vieler Völker und Staaten dieser Erde.

Wird der ganze Teufelskreis von immer neuerer und größerer Verschuldung zu Ende gedacht, kann man erkennen, dass der Kapitalismus ein Herrschaftssystem ist, das zwangsläufig zur Zerstörung führt: Der Zerstörung des schaffenden Menschen, der Wirtschaft, der Staaten und am Ende zur größten Form der Zerstörung, zum Krieg.“

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Eine Antwort to “3.1 Auswirkung des Zinses”

  1. Anonymous Says:

    Das ist ganz schön krank, glaubt Ihr etwa die Welt neu erfinden zu können? Weder Zinsen noch freie Marktwirtschaft sind das Problem unserer Zeit. Wir leiden darunter, dass Ehrlichkeit, Fairness und Ethik in unserer Wirtschaftswelt keinen Platz haben. Das System wird doch von uns vergewaltigt.

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